„Schlafen die oder sind die tot?“, fragt eine besorgte Frau vor dem Kükenring die Vorsitzende des Geflügelwirtschaftsverbandes (GWV) Mecklenburg-Vorpommern am MeLa-Stand des Verbandes und zeigt dabei ein liegendes Küken, das die Augen geschlossen hat. Die schlafen nur, beruhigt Marion Dorn zum wiederholten Mal geduldig eine Verbraucherin und drückt ihrem staunenden Kind ein Abziehbild eines Glitzerkükens in die Hand. Nie schlafen alle, vor allem die Putenküken tappeln fleißig umher, rempeln auch mal gern die etwas kleineren Masthühnerküken an und sind eindeutig die Bosse im Kasten. Gurkenstücke zur Beschäftigung werden vom flauschigen Mastgeflügelnachwuchs schnell bepickt, eignen sich aus hygienischen Gründen aber nur für die Messe.
„So anstrengend wie die vier Messtage immer sind, macht die Mela aber trotzdem Spaß und ist für uns unverzichtbar“, bekennt die GWV-Vorsitzende Marion Dorn: „Man trifft viele nette Leute jeden Alters und kann sich mit den Verbrauchern super über unsere Tierhaltung und Produkte unterhalten. Wir vertreten hier die gesamte Geflügelwirtschaft, können den Menschen Geflügel näherbringen und ihnen zeigen: So sehen die Tiere und die Produkte aus, und Geflügelrezepte können die Verbraucher auch gleich mitnehmen.“
Die 35. MeLa, die in Mühlengeez mit rund 69.000 Besuchern vom 10. bis 13. September erneut einen Besucherrekord verzeichnete, ist aber nicht nur super für die Öffentlichkeitsarbeit der Geflügelbranche. Der GWV-Stand ist vor allem an den Werktagen auch ein Treffpunkt mit Unternehmen aus dem vor- und nachgelagerten Bereich. Mitglieder selbst kommen ebenso vorbei und können mit Geschäftsführerin Silvia Ey und der Vorsitzenden Marion Dorn bei Geflügelwurst und Wurstschnittchen, bunten Eiern und Kaffee über ihre Sorgen und Nöte diskutieren.
Publikumsmagneten der Agrarschau im Nordosten Deutschlands waren einmal mehr die Maschinen, die Tierhallen und -vorführungen sowie das Reitturnier, in Halle 2 aber definitiv der Kükenring am Stand der Geflügelwirtschaft, der stets gut besucht war.
Text: Susanne Gnauck, DGS, Fotos: Silvia Ey GWV


