Feiertag ist Sorgentag für die Branche

Das US-amerikanische Erntedankfest Thanksgiving (25.11.) feiern auch hierzulande immer mehr Deutsche mit einer Pute als Festmahl – die heimischen Putenerzeuger stehen, Feiertag hin oder her, dennoch mit dem Rücken zur Wand. Die Vorsitzende im Verband der Deutschen Putenerzeuger (VDP), Bettina Gräfin von Spee, schlägt Alarm: „Wenn Politik und Lebensmitteleinzelhandel nicht endlich das Heft des Handelns in die Hand nehmen, verliert der Standort Deutschland seine starke und zukunftsorientierte Putenwirtschaft.“

Bettina Gräfin von Spee verweist auf den zunehmend aussichtslosen Kampf vieler Putenhalter in Deutschland, den steigenden Energie- und Futterkosten, niedrigen Verkaufspreisen und weiterhin stark ungleichen Wettbewerbsbedingungen innerhalb Europas zu trotzen. „In Zukunft werden immer mehr Erzeuger ihre Ställe leer stehen lassen müssen“, sagt Gräfin von Spee: „Mit Blick auf die kommenden Feiertage – insbesondere das Osterfest 2022 – erwarten wir eine sehr angespannte Marktlage für heimisches Putenfleisch.“

Klare Worte gehen auch in Richtung Politik: „Die neue Ampel-Regierung muss unsere Vorreiterrolle in Europa endlich honorieren und auf die schnelle Umsetzung einheitlicher europäischer Normen in der Putenhaltung drängen.“ Das gelte auch für die längst überfällige verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Geflügelfleisch auf allen Vermarktungswegen.

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